Claudia Juretzko-Schroll

Atemtherapie

   

   

   

Solange wir leben ist der Atem unser ständiger Begleiter. Er berührt die körperlichen, die seelischen und geistigen Bereiche des menschlichen Daseins. Er spiegelt die Einflüsse aller vergangenen und momentanen Lebensumstände. „Mir bleibt vor Angst die Luft weg“, „ich bin atemlos vor lauter Stress“ oder „ich kann wieder frei durchatmen“, „mein Atem beflügelt mich“.

Diese Redewendungen geben uns Hinweise darauf, dass der Atem unser Verbündeter ist, wenn es darum geht, uns auf körperliches oder psychisches „nicht in Balance sein“ aufmerksam zu machen.

Neben der lebensnotwendigen Versorgung des Körpers mit Sauerstoff, hat unser Atem durch seine Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem großen Einfluss auf alle Organe und Organsysteme und damit auf unsere körperliche und gleichzeitig auf unsere psychische Ausgeglichenheit.

Über Entwicklung von Achtsamkeit, Spürbewusstsein, Sammlungsfähigkeit und atemorientierter Körperarbeit kann es möglich sein, das körperliche und das seelische Gleichgewicht wieder zu finden. Darüber hinaus kann sich auf diesem Bewusstseinsweg ein Tor öffnen, das Einblick in unsere tiefste spirituelle Dimension gewährt.

Denn Spiritualität bedeutet lebendiger Atem. Spiritualität ist das unvoreingenommene Erspüren des Atems und bezieht sich auf schöpferische Bewegung in diesem Augenblick. 

„Das Erste, was zu lernen ist, ist der Atem“

Buddha

 

Selbsterfahrung:

Nehmen Sie wahr, wie Sie im Moment sitzen, ohne daran gleich etwas ändern zu wollen. Einfach so…wie stehen Ihre Beine zueinander,…Ihre Füße…wie nehmen Sie Ihre Schultern wahr, Ihren Nacken…spüren Sie Anspannung oder fühlen Sie sich entspannt, wie nehmen Sie Ihre Arme wahr…spüren Sie irgendwo im Körper eine Atembewegung?…vielleicht mögen Sie nun Ihre Füße so auf den Boden stellen, so dass Sie den Boden unter den Füßen wahrnehmen können...lassen Sie sich nieder, …können Sie nun Ihr Gesäß auf Ihrer Sitzunterlage spüren…lassen Sie sich Zeit… spüren Sie diese zwei kleinen Knochen, die Sitzknochen auf Ihrer Unterlage? Mögen Sie mit einer kleinen Bewegung um die Sitzknochen herum beginnen……wenn Sie jetzt damit aufhören…und nachspüren…hat sich in Ihrer Körperwahrnehmung irgend etwas verändert…an Ihrem Atem…?

So könnte eine Atemübungsstunde beginnen!

 

 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich bin gesetzlich verpflichtet, ihnen mitzuteilen, dass "Atemtherapie" keine wissenschaftlich anerkannte Methode ist.